Als der dänische Komponist Carl Nielsen seine dritte Sinfonie beendete, bezeichnete er den ersten Satz als "einen Hauch von Kraft und Lebensfreude, der in die weite Welt hinausgetragen wird", und das Finale seiner dritten Sinfonie nannte er "eine Hymne an die Arbeit und die gesunde Aktivität des täglichen Lebens" - wahrlich eine Aufbruchstimmung, die für uns Bewohner des 21. Jahrhunderts allzu selten ist! In den Tagen vor der Einführung der Schallplatte waren vierhändige Bearbeitungen nicht nur eine reizvolle soziale Aktivität, sondern auch ein unschätzbares Mittel, um große Werke für begabte Amateure zugänglich zu machen, die sonst vielleicht keine Gelegenheit hätten, sie im Konzert zu hören, und um sie bei Dirigenten und Konzertprogrammierern bekannt zu machen. Wie die Pianistin Rikke Sandberg und der Nielsen-Forscher Niels Bo Foltmann in den Booklet-Notizen beschreiben, war die Entdeckung des Manuskripts von Nielsens eigenem Arrangement „Sinfonia Espansiva“ selbst eine Geschichte von Glück und sorgfältiger Bibliotheksarbeit. Auf diesem Album, das ausschließlich Weltersteinspielungen enthält, sind auch zwei Werke aus Nielsens Oper „Saul & David“ enthalten, die Nielsen für Klavierduett arrangiert hat, sowie eine Kuriosität, die vor kurzem in den Archiven des Tivoli-Vergnügungsparks entdeckt wurde: die originale vierhändige Skizze für den „Højby Rifle Club March“, die von Nielsens Vater komponiert und von Carl Nielsen/Kristoffer Hyldig arrangiert wurde.