„Keiner“, so vertraut Franz Schubert einmal seinem Tagebuch an, „Keiner, der den Schmerz des Andern, und Keiner, der die Freude des Andern versteht! Man glaubt immer, zu einander zu gehen, und man geht immer nur neben einander. O Qual für den, der dieß erkennt!“ Die Qual der Fremdheit, die innere Rastlosigkeit, die Suche nach Glück, Geborgenheit, Zuhause: das ist Schuberts großes Lebensthema und gleichzeitig seine künstlerische Triebfeder. Anna Lucia Richter erforscht mit den Liedern dieses Albums verschiedene Facetten des Heimwehs in Schuberts Liedern. Nirgendwo ist der Schmerz schöner als in der Musik — besonders in derjenigen von Schubert, die einem (wie Schuberts Zeitgenosse Heinrich Heine sagen würde) „das Herz recht angenehm verbluten“ lässt.
Dieses Album erschien Anfang 2019 zunächst auf SACD und verkaufte sich weltweit so hervorragend, dass nun bereits die Nachauflage in den Startlöchern steht, die nun als CD Audio in den Handel kommt.